Aphorismen: Eine Hand wäscht die andere…

Der GeschäftsAlltag moderner GeSellSchaften ver-wendet oft Floskeln, deren UrSprung in anderen ZusammenHängen zu finden ist: Eine Hand wäscht die Andere; die tat-säch-liche KoOperation und FürSorge. Die Hand als das körperliche WerkZeug der Handlung; das Wasser als InFormationsTräger. Reinigung und NeuInformierung zu-gleich. Das entSpricht ganz dem natürlichen Prinzip des gemein-schaft-lichen Gedeihens, welches ent-gegen der lange Zeit ver-breiteten AnNahme der Konkurrenz als EvolutionsMotor den FortBestand und die glückliche EntWicklung des Lebens aller Spezien dieses Planeten, ja gar des ge-samten Universums be-stimmt. Weiterlesen

Literatur: „Das Land der Töchter“, das junge Leben der Yang Erche Namu.

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Das Lan der Töchter

Das Land der Töchter

Dazu:
http://www.zeit.de/1998/40/199840.mosuo_.xml

von Susanne Knödel
Männer? Nur für die Nacht!

Bei den Mosuo im Südwesten Chinas haben die Frauen das Sagen. Die Ehe ist verpönt, der soziale Friede groß

Im gebirgigen Südwesten Chinas, an einer alten Handelsstraße zwischen den Provinzen Yunnan und Sichuan, leben die Mosuo. Ihre Heimat sind das fruchtbare Hochtal von Yongning und die daran angrenzenden Gebiete: ein fischreicher See, bewaldete Hänge und weiter oben im Gebirge ertragreiche Yakweiden.

Die Mosuo praktizieren eine sehr ungewöhnliche Form der sozialen Organisation: Formelle Ehen sind bei ihnen zwar bekannt, aber selten und unbeliebt; die sozial erwünschte Form der Mann-Frau-Bindung ist eine Besuchsbeziehung, die ohne Mitwirken Dritter aufgenommen und beendet wird.

Ein Mann hat auch keine finanziellen oder sozialen Verpflichtungen gegenüber den Kindern, die er gezeugt hat. Seine Fürsorge richtet sich auf die Kinder seiner Schwestern und Kusinen, mit denen er als Onkel in einem Haushalt zusammenlebt und die ihrerseits für ihn sorgen, wenn er alt geworden ist.

Zur Ehe oder zum unverheirateten Zusammenleben sind die Mosuo nur unter Druck bereit. Vor der Machtübernahme durch die Kommunistische Partei Chinas war dieser Druck demografischer Natur: Hatte eine Familie in einer Generation keine weiblichen Nachkommen, so mußte eine außenstehende Frau aufgenommen werden, um die Existenz des Haushalts fortzusetzen. Fehlten männliche Nachkommen, die körperlich schwere Arbeit verrichten konnten, nahm man den Partner einer der Frauen auf.

Nach der chinesischen Revolution reduzierten Gesundheitsprogramme Unfruchtbarkeit und Kindersterblichkeit, demografische Defizite verringerten sich. Statt dessen standen die Mosuo nun unter politischem Druck, denn die Kommunistische Partei betrachtete die Besuchsbeziehung als Relikt einer längst vergangenen Epoche, unvereinbar mit sozialistischer Moral. Von 1958 an führte sie energische Umerziehungskampagnen durch, 1975 wurden schließlich alle Erwachsenen zur Heirat mit ihren Partnern gezwungen. Ein großer Teil dieser unfreiwilligen Ehepaare ließ sich nach den ideologischen Lockerungen der Reformpolitik ab Ende der siebziger Jahre scheiden. Die eingeheirateten Partner zogen in ihre mütterlichen Haushalte zurück, die gewohnten Besuchsbeziehungen wurden wieder aufgenommen.

Die Mosuo sind davon überzeugt, daß ein Mensch am besten mit denjenigen zusammenlebt, die er von Geburt an kennt und die über untrennbare mütterliche Blutsbande mit ihm verbunden sind. Denn die Mutter ist einem Kind vom Schicksal vorherbestimmt, während der Vater als zufällig und austauschbar gesehen wird, und Partner können einander niemals so nahe stehen wie mütterliche Blutsverwandte.

Die Frauen tragen die Hauptlast der landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeit. Sie haben aber auch einen tendenziell höheren Status als die Männer und einen leichteren Zugang zur Führungsrolle in der Familie. Männer sind zuständig für das körperlich schwere Pflügen und die Versorgung des Großviehs. Alles andere, vom Füttern der Schweine über das Jäten der Felder bis zum Kochen, ist Frauensache.

Im Wohnraum spiegelt sich die Dominanz der Frauen in der Sitzordnung: Ihr Platz ist auf der linken, statushöheren Seite des Feuers. Auch haben nur Frauen einen festen Wohnplatz im Gebäude, erwachsene Brüder müssen auswärts oder im Heu schlafen. Nur alte Männer und Mönche haben eigene Räume.

Im spirituellen Bereich wird die besondere Tüchtigkeit der Frauen auf das Vorbild und den besonderen Schutz der Berggöttin Ganmu zurückgeführt. Sie ist das höchste Wesen der einheimischen, nichtbuddhistischen Religion Yongnings. Ganmu residiert in der Mitte des Mosuo-Gebiets, und die männlichen Götter der umliegenden Berge suchen sie nachts als Partnerin auf. Sie schützt das Wohlergehen Yongnings und die Gesundheit der Frauen, ist Schutzherrin über ihre Partnerschaften und schenkt ihnen Kinder.

Trotz der weiblichen Dominanz gibt es bei den Mosuo frauenfeindliche Sprichwörter und Tabus. Ein Frauenparadies ist also auch Yongning nicht. Und als ich selbst die Frage stellte, warum die Mosuo-Frauen denn so besonders tüchtig seien, in der Hoffnung, ungebrochenes Selbstbewußtsein präsentiert zu bekommen, erhielt ich die ernüchternde Antwort: „Wir müssen. Die Männer tun ja nichts!“ Die Bequemlichkeit, die die Mosuo-Männer genießen, kann man also von zwei Seiten sehen.

Im Familienrat wird so lange diskutiert, bis alle einer Meinung sind

Was immer die Mitglieder eines Haushalts ernten oder an Verkaufserlösen einnehmen, kommt in die Vorratsräume des Gehöfts und in das gemeinsame Haushaltsbudget. In das Budget fließen auch die Löhne ein, mit kleinen Abzügen, die dem persönlichen Bedarf oder den Geschenken für einen Partner dienen. Aus dem gemeinsamen Budget wiederum erhalten die einzelnen Mitglieder, was sie brauchen.

Größere Entscheidungen wie Ankäufe, Verkäufe oder zu Ausbildungsfragen der Kinder werden im Familienrat gefällt. In ihm gilt das Konsensprinzip: Es soll so lange diskutiert werden, bis ein für alle akzeptabler Entschluß gefaßt ist. Die Zuteilung kleinerer Summen an Haushaltsmitglieder, die täglichen Ausgaben und die Einteilung der Vorräte über das Jahr liegen allein in der Hand der fähigsten Frau des Haushalts, der dabu . Zu ihrer Qualifikation zählen haushälterische Talente und vor allem die Gabe, mit anderen Menschen gut auszukommen, sowie strikte Unparteilichkeit gegenüber allen Familienmitgliedern. Nur wenn keine geeignete Frau zur Verfügung steht, kann ein Mann die Position innehaben. In der Praxis allerdings fehlt oft die geeignete Frau – 1960 waren es fast 50 Prozent der untersuchten Fälle, eine kleinere Stichprobe Ende der achtziger Jahre fand sogar nur 43 Prozent weibliche dabu .

Selbst eine tüchtige Frau kann durch mehrere Kleinkinder so belastet sein, daß ein Bruder, Vetter oder Onkel einspringen muß. In jüngerer Zeit kommt die staatliche Erziehung hinzu, die die familiäre Mitverantwortung des Mannes betont. Allerdings darf ein männlicher dabu nicht alle Aufgaben übernehmen, die einer Frau in dieser Position zustehen. Das Austeilen von Vorräten und Essen sowie der Empfang von Gästen des Haushalts bleiben Frauensache und müssen gegebenenfalls von einer kleinen Schwester oder Nichte übernommen werden.

Neben ihrer wirtschaftlichen Verantwortung hatte die dabu früher auch die Aufgabe, ihren Haushalt in der Öffentlichkeit zu vertreten. Sie nahm in dieser Funktion an Veranstaltungen teil und war gegenüber dem Lokalherrscher für ihren Haushalt verantwortlich. Heute heißt es auf die Frage, wer denn für den Haushalt Behördengänge erledige, „wer am besten reden kann“ – und das könne eine Frau oder ein Mann sein.

Mit 13 Jahren werden beide Geschlechter volljährig und dürfen von diesem Zeitpunkt an ohne weitere Vorbedingungen Beziehungen zum anderen Geschlecht aufnehmen. Die Mädchen haben dann eine eigene Schlafkammer im mütterlichen Gehöft. Meistens vergehen nach der Volljährigkeit noch Jahre, bis die jungen Leute wirklich Partner haben. Das Kennenlernen ist nicht schwer, denn Geschlechtertrennung gibt es weder in der Schule noch bei der Arbeit, und Festtage sind eine anerkannte Gelegenheit zur Partnersuche. Männer können, wenn sie eine Frau kennenlernen möchten, auch die Vermittlung eines Freundes suchen, über den sie an die Familie der Frau herantreten. Ob sie den Mann kennenlernen will, entscheidet die Frau alleine. Wenn sie noch jung ist, werden Mütter und Schwestern ihr zu- oder abraten. Doch Frauen können auch die Beziehung zu einem von der Familie abgelehnten Mann lange aufrechterhalten.

Mehrere Faktoren spielen bei der Partnerwahl eine Rolle: Ob der Mann gut aussieht, tüchtig und in der Gemeinschaft anerkannt ist, ob er wohlhabend ist und schöne Geschenke machen kann, ob er ein angenehmes Wesen hat, hilfsbereit und großzügig ist – all das wird in Erwägung gezogen. Ob der Mann Mosuo ist oder nicht, ansässig oder nur auf der Durchreise, spielt hingegen keine Rolle – die Beziehung bindet ihn ja nicht an eine Familie.

Stolz auf die eigene Fruchtbarkeit äußern Mosuo-Männer durchaus, aber den Wunsch, mit den eigenen Kindern zusammenzuleben, suchten die chinesischen Ethnologen der sechziger Jahre bei ihnen weitgehend vergeblich. Heute hat sich dies geändert: Die jahrzehntelangen Kampagnen, die die Verantwortung beider Eltern für die Erziehung eines Kindes betonten, haben dazu geführt, daß nun viele Männer Kinder mit ihrer Partnerin haben wollen. Diesem Wunsch wird allerdings schon durch die staatliche Geburtenkontrolle ein Riegel vorgeschoben: Yongning ist, wie alle agrarisch nutzbaren Landstriche Chinas, stark überbevölkert. Anfang der neunziger Jahre ist die Quote auch für die Mosuo auf zwei Kinder pro Frau beschränkt worden.

Junge Leute wechseln ihre Partner oft und finden die Vorstellung von Treue langweilig. Es gilt das Prinzip „Viel Freund, viel Ehr'“. Stolz tragen junge Leute Kleidungs- und Schmuckgeschenke der Partner, um ihre Erfolge zu demonstrieren. Früher war es auch erlaubt, mehrere Partnerschaften gleichzeitig zu unterhalten. Dies wird heute höchstens heimlich getan, zudem gilt eine Anstandszeitspanne zwischen zwei Partnerschaften jetzt als richtig. In mittleren Jahren ziehen die meisten Mosuo ein ruhigeres Beziehungsleben vor.

Auch lebenslange Monogamie war und ist nicht ungewöhnlich. Doch die Partnerschaft kann jederzeit beendet werden, wenn einer der Partner nicht mehr interessiert ist. Die Trennung bedarf nicht unbedingt vieler Worte – der Mann kann einfach ausbleiben, die Frau ihm die Tür nicht mehr öffnen. Selbst eine jahrzehntelange harmonische Beziehung und gemeinsame Kinder sind keine Hinderungsgründe. Trennungsschmerz, Eifersucht und Versuche, einen Partner für sich zu behalten, gibt es durchaus. Doch Familie und Freunde unterstützen solche Verhaltensweisen nicht durch Verständnis, sondern sehen sie eher als peinliche Ausrutscher.

Nichts kann einen Partner halten, der seiner Wege gehen will – und warum sollte man ihn oder sie auch halten wollen: Es gibt ja genug andere. Die Männer sagen dazu: „Eine Türe schließt sich, zehn Türen öffnen sich.“ Die entsprechende Redensart der Frauen lautet: „Geht ein Mann, so kommt dafür ein anderer.

Die Voraussetzung dafür ist, daß die Mosuo an die Mann-Frau-Beziehung keine großen emotionalen Anforderungen stellen. Gegenseitige Sympathie muß natürlich vorhanden sein, aber menschliche Wärme und Geborgenheit werden nicht in erster Linie von einem Partner, sondern von den mutterseitigen Verwandten erwartet. Partner sind und bleiben Fremde, die nicht in der Familie aufgewachsen sind und deshalb auch nicht das Leben teilen können.

Ein Ehepartner könnte die Solidarität der Geschwister zerstören

Wenn man Schwestern hat, deren Kinder das Fortbestehen des Haushalts sichern, gilt eine Heirat als Zumutung für die Familie. Der neue Ehepartner könnte einen Keil in die Familie treiben, die Solidarität der Geschwister zerstören. In der Zeit der Eheschließungskampagnen erhielten viele der Aktivisten einen Denkzettel von der älteren Generation: Die Mütter nötigten sie zum Auszug, damit der Frieden in der Familie nicht durch Fremde gestört würde. Oft blieben Paare deshalb nur wenige Wochen beieinander. Dann zogen die Partner das gewohnte Leben mit vertrauten Personen dem sozialistischen Abenteuer Ehe vor.

Uns erscheint die Familienform der Mosuo paradiesisch-ursprünglich. Aber die Mosuo selbst verstehen sich als moderne Menschen. Sie werden nicht müde, darauf hinzuweisen, daß ihre Nachbarvölker ständigen Unfrieden in ihren Familien haben. Als eine besondere Leistung ihrer eigenen Kultur sehen sie die Bewahrung der zwischenmenschlichen Harmonie an, einer Harmonie, die gegenseitige Unterstützung und gutes Auskommen miteinander an die Spitze auch der nachbarlichen Tugenden stellt. Zumindest die Kriminalstatistik gibt ihnen recht: Yongning hat selbst für chinesische Verhältnisse eine ausgesprochen niedrige Verbrechensrate aufzuweisen. Totschlag und Mord sind sehr selten, und Fälle von Vergewaltigung sind überhaupt nicht bekannt.

Die Autorin ist Ethnologin am Hamburger Museum für Völkerkunde. Eine Langfassung ihres Textes erschien 1997 in der von Gisela Völger herausgegebenen Materialiensammlung „Sie und Er – Frauenmacht und Männerherrschaft im Kulturvergleich“ zu einer gleichnamigen Ausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln

Zitate: Spezialisierung

Die Spezialisierung führt uns dahin, dass wir immer Mehr über immer Weniger wissen (sollen).
Bald werden wir vielleicht Alles über Nichts wissen.

(frei nach Andreas Popp, Wissensmanufaktur)

 

Zitate: Ein ehrgeiziger Mann

Ein ehrgeiziger Mann ist käuflich.
Wer nichts will, hat keinen Preis.
(Quelle unbekannt)

Grundlagen – Raumenergie – Die Energieform der Zukunft

Folge dem Link auf die Seite des Raumenergieforschers Prof. Dr. rer. Nat. Claus W.Turtur (Forschung und Entwicklung) und
Martin Scheibelhofer (Kommunikation, PR und Seitenbetreiber

Grundlagen – Raumenergie – Die Energieform der Zukunft.

Querdenken TV und Wissensmanufaktur: Entfaltung statt Aus-Bildung

Quelle:
querdenken TV
Wissensmanufaktur

vielen Dank!

NaturaquarienDesign: Layouts im Hause Amano

[ADAview] THE MOVIE OF AQUA DESIGN AMANO [side:layout] – Deutsch Untertitel – YouTube

Lotusgeburt – freie-Bildung.ch

Lotusgeburt – freie-Bildung.ch.

Lotusgeburt – so wird der selbstbestimmte Abnabelungsprozess des Babys von der Plazenta bezeichnet. Die Nabelschnur wird nicht, wie routinemässig angewandt, durchtrennt, sondern bleibt intakt mit der Plazenta verbunden, bis sich diese alleine ablöst. Dies geschieht meistens zwischen dem 3. und 5. Lebenstag. Selten auch bis 10 Tage.

Keine neue Mode

Dieser Prozess ist keineswegs “neumodisch”, wie so manche behaupten. Unter anderem praktizieren heute noch die indigenen Völker Südamerikas und auch Völker aus Thailand diese erste Methode der freiwilligen Abnabelung.
Auch schon viel früher entdeckt man Aufzeichnungen, z.B. bei den Ägyptern und Pharaonen, die einen regelrechten Plazenta-Kult zelebrierten. Diese waren davon überzeugt, dass die Plazenta heilsam war und dem gesamten Volk wie auch den Pharaonen Glück, Erfolg und Reichtum bringt. Sie wurde in speziellen Tongefässen zeremoniell aufbewahrt und anschliessend vergraben.

Mehr dazu weiter unten bei “Plazentabestattung”. Auch zu den spirituellen Hintergründen findest du dort mehr Informationen …

Die Lotusgeburt wurde früher unter anderem praktiziert um eine Wundinfektion beim Baby zu verhindern.

Claire Lotus Day

Claire Lotus Day (daher der Name) hatte herausgefunden, dass auch Schimpansen die Plazenta mit dem Baby verbunden liessen. Als hellsichtiges Medium sah sie, dass die Aura vom Kind und der Plazenta eine Einheit ist und diese sich erst nach der natürlichen Abnabelung von der Plazenta löst. Wird diese frühzeitig durchtrennt, entsteht ein Phantomschmerz, ähnlich dem, von dem Menschen mit amputierten Gliedmassen erzählen.

Sie brachte zwei Kinder so zur Welt und führte deren überaus glückliches Gemüt auf diese Art und Weise der Geburt zurück.

Warum sollte man die Nabelschnur nicht, wie routinemässig angewandt, nach der Geburt durchtrennen?

Ca. vier Tage nach der Befruchtung teilt sich die Blastozyste in den Embryoblast und den Trophoblast, aus welchem wiederum die Plazenta entsteht. Somit stellt die Plazenta das erste Organ des Menschen dar.

Übrigens stammt das Wort “Plazenta” aus dem Lateinischen und bedeutet “Kuchen”, deswegen wird sie auch “Mutterkuchen” genannt – obwohl dies eigentlich sachlich nicht korrekt ist, denn wie eben beschrieben ist es das erste Organ des Menschen und somit Teil vom Baby.
Das Baby und die Mutter werden, wenn man dies überhaupt Trennung nennen kann, durch die Gebärmutterschleimhaut voneinander getrennt und nicht durch die Nabelschnur. Schneidet man also die Nabelschnur durch, trennt man das Kind von sich selbst und man kann nicht von einer ersten Abnabelung zwischen Mutter und Kind sprechen.

Man stelle sich einmal vor, was dies bedeutet: Von sich selbst getrennt sein … Alleinsein, Verlust und Angst. Sind dies wirklich die ersten Gefühle die wir unserem Baby wünschen auf dieser Welt?

Manche nennen die Plazenta auch “Zwillings-Seele” oder “Baum des Lebens”, denn wenn man sich die Plazenta genau ansieht, stellt man fest, dass diese aus einer Ansammlung winziger Blutgefässe besteht, die sich wie die Äste eines Baumes verzweigen.

Babys reagieren zum Teil sehr stark, wenn “ihre” Plazenta nicht gebührend beachtet und mit derselben Achtung wie sie selbst behandelt wird. Auch kann das Baby ganz genau spüren, wenn die Plazenta berührt wird.

Selbständige Ablösung

Wenn das Baby bereit zur Ablösung ist, wird sich die Nabelschnur ganz von alleine lösen, wenn man diesen Zeitpunkt genau mitverfolgt, sieht man wie dies in einer spiralförmigen Bewegung geschieht, dem Urmuster aller Dinge. Zu diesem Zeitpunkt ist der Nabel dann ganz alleine ohne zusätzliche Nabelpflege praktisch vollständig abgeheilt. Evtl. tritt ein paar Tage lang noch ein klein wenig Blut aus, dies sieht man daran, dass eine leichte Kruste im Nabel ist. (Bei uns war das nicht so …)

Ich sehe die Lotusgeburt als eine Art “erste freiwillige Ablösungsphase” an. Indem man dem Kind seine eigene Zeit für den ersten Ablösungsschritt zuteilt, kann eine positive Einstellung zu Ablösungs- und Neuorientierungsphasen entstehen.

Die Geburt nacherleben

Heute werden z.B. durch Rebirthing und Rückführungen, die Geburtssituationen bei den praktizierenden Leuten wieder herbeigerufen und so die Empfindungen des Abnabelungsschmerzes wieder erlebt. Anhand dieser Berichte und der von Claire Lotus Day über die nachgeburtliche Phase, sehen wir, wie sich das Baby dabei fühlen kann.
Gefühle von schneidendem Schmerz und “getrennt sein”, Angst, Orientierungslosigkeit, Auflösung von allem, entrüstete Empörung, nicht loslassen wollen, totales Entsetzen …

Nach den Sitzungen wird jeweils von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Einsamkeit … berichtet.

Anpassungsschock

Von der psychologischen Sichtweise her, ist diese unnatürliche Trennung ein plötzlich eintretendes Ereignis, für welches wir zu diesem Zeitpunkt psychisch überhaupt nicht in der Lage sind, es zu verkraften, da unser Körper voll und ganz mit der Anpassung an die neuen Lebensumstände beschäftigt ist. Ganz eingenommen vom Ereignis der Geburt und noch völlig damit beschäftigt erst einmal durch berühren und berührt werden auf dieser Welt anzukommen, wird im Hormonsystem des Säuglings ein energetischer Schock ausgelöst und sein gesamtes System von Adrenalin überschüttet. Babys, bei denen unmittelbar nach der Geburt die Nabelschnur (meist dann noch viel zu kurz!) durchtrennt wird, schreien teilweise aus voller Seele und mit erheblicher Empörung als Reaktion darauf.

Früher wurde nur unter absolut notfallmässigen Umständen die Nabelschnur zwischen Mutter und Kind gekappt, beispielsweise beim Tod der Mutter.

Persönlichkeiten

In den USA kennt man die Lotusgeburt vorwiegend durch Jeannine Parvati Baker (Hebamme, Psychologin und Autorin), sowie in Australien durch Shivam Rachana. Auch Dr. Sarah Buckley (Allgemein- und Familienmedizinerin und weltweite bekannte Autorin zu den Themen: Schwangerschaft & Geburt, sowie Mutter von vier zu Hause geborenen Kindern) ist berühmt für ihre Lotusgeburten.

Auch Nemi Naht (Breathconnection Rebirthing Begründerin) arbeitet seit mehreren Jahren mit dem aus Abnabelung hervorgerufenen Trauma (Plazentatrauma) und dessen Auflösung.

Auswirkungen

Die Auswirkungen im Erwachsenenalter zeigen sich z.B. in Form von Einsamkeitsgefühlen, der dauernden Suche nach Bindung an etwas materielles oder dem Gefühl nicht genug zu bekommen. Aus ihrer Sicht ist hier der ausschlaggebende Faktor, die Menge Blut, die im Abnabelungsmoment noch in der Plazenta verbleibt und somit dem Kind fehlt. Beim sofortigen Abnabeln sind es ca. 30 – 60ml was beim Erwachsenen ca. 600-1200ml Blut ausmachen. (ca. 1/8!)

Seit 1974 wurden schon sehr viele Lotusgeburten gemacht: Hausgeburten, Krankenhausgeburten, Geburtshäuser-Geburten, Alleingeburten, Wassergeburten und sogar Kaiserschnittgeburten.

Physische Vorteile

  • Geringere Gefahr einer Anämie, da das Baby einen höheren Eisenspeicher bekommt
  • Weniger Atemnot-Syndrom, besonders für Frühgeburten kann das lebensrettend sein
  • Geringere Gefahr von Hirnschädigungen (z.B. Autismus, Schizophrenie)
  • Das Baby bekommt mehr mütterliche Antikörper
  • Das Baby hat automatisch einen höheren und stabileren Blutdruck
  • Geringerer Bedarf an Bluttransfusionen für Frühgeborene
  • Geringere Gefahr von Organschäden bei Frühgeborenen
  • Verbesserte kindliche Nieren- und Blasenfunktion
  • Mehr Nährstoffe, Vitamine, Mineralien usw. für das Baby
  • Höherer Anteil an Stammzellen im kindlichen Blut

(Quelle: Robin Lim, CPM, “Midwifery Today” 5/2001)

  • Der Nabel verheilt sehr schnell ohne zusätzliche Nabelpflege, da kein Schnitt entsteht, durch welchen Keime eindringen können
  • Es entstehen keine Entzündungen am Nabelstumpf, da wie bereits gesagt, keine Keime eintreten

“Das Abklemmen der Nabelschnur vor dem ersten Atemzug des Kindes führt dazu, dass anderen Organen Blut entzogen wird, um die Entfaltung der Lunge in Gang zu setzen.”

(Quelle: Morley 1997)

Lässt man die Nabelschnur zu diesem Zeitpunkt intakt, wird das Blut, welches sich in der Plazenta befindet, durch das entstandene Vakuum im Babykörper in den Blutkreislauf des Kindes befördert. Unter “normalen” Umständen befindet sich die Gebärmutter zu dieser Zeit noch in der Gebärmutter. Durch den Sog der entsteht, wenn das Blut zum Baby gelangt, wird dadurch auch die Ablösung der Plazenta unterstützt.Der grosse Blutverlust für das Baby wird so umgangen.

Bei einem Kaiserschnitt wird das Baby über die Gebärmutter gehoben und somit fliesst das Blut zurück in die Plazenta.
Kaiserschnittbabys haben daher einen grösseren Blutverlust.
Ist dieser zu gross, stellen sich Atemschwierigkeiten ein. Studien haben gezeigt, dass dies bei Kaiserschnittbabys alltäglich ist und vermieden werden kann, wenn eine komplette ‚Ausblutung’ der Plazenta in den Blutkreislauf der Babys zugelassen wird.

(Quelle: Peltonen 1981;Landau 1953)

Frühes Abklemmen der Nabelschnur führt für das Baby eventuelle auch zu einem hohen Eisenverlust und kann mit Anämie in Verbindung gebracht werden.

(Quelle: Grajeda 1997;Michaelson 1995)

Hebammen, Doulas, Ärzte und Eltern bestätigen, dass Lotus-Babys deutlich ruhiger und entspannter im Gegensatz zu Babys sind, denen die Nabelschnur durchtrennt wurde.
Auch die Gefahr der Neugeborenen-Gelbsucht verringerte sich und sie verloren weniger an Geburtsgewicht.

Historisch nicht neumodisch!

Der korrekte archäologisch-historische Begriff für die Plazentabestattung lautet: „Nachgeburtsbestattung. Die Plazenta-Erdweihe, wie sie auch genannt wird, wurde im Jahre 1984 wieder an die Oberfläche geholt – wortwörtlich – denn man stiess bei Ausgrabungen in Deutschland auf Gefässe, deren Inhalt erst durch aufwändige Test ergaben, dass es sich um Plazenten handelte. Nach und nach fand man immer mehr solcher Gefässe und man erkannte, dass eine jahrhundertelange Tabuisierung erfolgreich verhindert hatte, dass bis zu diesem Zeitpunkt niemand – oder nur solche die sich mit der ägyptischen oder anderskulturellen Geschichten befassten – von diesen Riten wussten.

Es wurde herausgefunden, dass die Menschen annahmen, dass ein geistiges Wesen in der Plazenta vermutet wurde, welches mit dem Kind verbunden war. Die Vorstellung, wenn dieses Wesen schlecht behandelt werden sollte, sich evtl. am Kind rächen würde, so dass dieses krank werden oder sterben konnte, trug unter anderem dazu bei dass eine sorgfältige Bestattung und Rückgabe der Nachgeburt an Mutter Erde für ein gesundes Gedeihen des Kindes für Notwendig gehalten wurde.

Aufzeichnungen reichen weit zurück in der historischen Geschichte verschiedener Völker, wie z.B. der Ägypten, von welchen man 5500 Jahre alte Aufzeichnungen gefunden hat über die besondere Behandlung der Plazenta. Auch in China wurden 200 v. Chr. Aufzeichnungen gefunden, wie auch im jüdischen Gesetzeswerk, dem Talmud im Jahre 800 n. Chr. und dem Buch des Propheten Ezechiel.

Bei allen Völkern in allen Zeiten lässt sich die Nachgeburtsbestattung verfolgen.

Australien

Die Eingeborenen in Queensland glauben, dass ein Teil des kindlichen Geistes in der Plazenta bleibt. Die Grossmutter ist dafür zuständig, diese im Sand zu vergraben, damit Anjea, das Wesen der Empfängnis, den Geist des Kindes aus der Erde heraus nehmen und ihn irgendwo in der Natur verstecken kann. Dies kann ein Baum, eine Höhle oder eine Lagune sein. Dort bleibt der Geist, bis er von Anjea wieder in einen neuen Embryo gelegt wird und so noch einmal geboren wird.

Nepal

Hier wird die Plazenta “Freund des Kindes” gennant.

Malaysia

Hier wird die Plazenta als älteres Geschwister betrachtet.

Sudan

Hier gilt die Plazenta als geistiges Ebenbild des Babys.

Jemen

Hier wird die Plazenta auf das Dach des Hauses gelegt für die Vögel – so soll die Liebe zwischen den Eltern wachsen.

Europa

Hier ist der Brauch üblich, die Plazenta Mutter Erde in ihren Schoss zurückzugeben und an dieser Stelle einen Baum zu pflanzen: der Lebensbaum des Kindes.

Urbrauch

Auf der ganzen Welt ist es ein Urbrauch, die Plazenta der Natur zurückzugeben. Damit wird auch der spirituellen Verbindung zur pränatalen Phase Ausdruck verliehen.

Mutter Erde

Leben schaffen – Leben geben – Leben erhalten – Leben zurücknehmen – Leben erneuern …

Mutter Erde wird als weiblicher Organismus verstanden, welcher aus ihrem Schoss, der Erde, alles hervorbringt. Pflanzen, Menschen und Tiere werden von ihr geboren, ernährt und nach ihrem Tod kehren alle wieder zu ihr zurück. Der ewige Kreislauf aller Dinge, aus altem entsteht neues, wird durch die Plazenta-Erdweihung geehrt.

Anleitung zur Handhabung

  • Nach der Geburt des Babys habt ihr genügend Zeit, das Ankommen zu geniessen und euch kennen zu lernen. Für die Geburt der Plazenta bleibt genügend Zeit. So lange keine Blutung eintritt (teilweise Ablösung der Plazenta) kann damit gut bis zu vier Stunden gewartet werden. Durch das Anlegen/Stillen des Babys wird die Oxytocinausschüttung angeregt, welche zur Folge hat, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und somit die Plazenta ausgestossen werden kann. Sollte der eher seltene Fall auftreten, dass die Nabelschnur zu kurz ist um das Baby bis zur Brust zu heben, kann auch, falls eine Stimulation der Brustwarzen erwünscht ist, (um die Geburt der Plazenta zu unterstützen) der Partner dies machen, während die Mutter und das Baby sich über den Hautkontakt kennenlernen.
  • Nachdem die Plazenta natürlich geboren wurde (keinesfalls an der Nabelschnur ziehen, um den Ablösungsprozess der Plazenta vom Uterus zu beschleunigen!), kannst du sie in ein Gefäss legen und so lange die Ankunft deines Babys geniessen wie du willst
  • Nicht abnabeln und den Blutaustausch zu keiner Zeit unterbinden
  • Nach ca. 3 Stunden die Plazenta unter fliessendem klarem Wasser waschen, evtl. vorhandene Blutklumpen gründlich entfernen, abtrocknen und danach für 24 Std. in ein Sieb über ein Gefäss legen
  • Nach 24 Std. nochmal waschen
  • Sobald kein physischer Austausch mehr zwischen Plazenta und Kind stattfindet (mind. 24 Std.), sprich kein Blut mehr durch die Nabelschnur pulsiert, die Plazenta dick einsalzen (am besten mit Himalaya Kristallsalz, erhältlich in Drogerien und Bio-Fachmärkten) und nach Wunsch zusätzlich mit Kräutern und Aromaölen einreiben. Hier haben sich Lavendelblüten und Neem-Blätter bewährt, da diese eine antiseptische Wirkung haben und die Plazenta austrocknen. Diese sind ebenfalls in ausgewählten Drogerien erhältlich, wie z.B. in der Bergapotheke Zürich (diese versenden ihre Produkte gerne zu dir nach Hause). Dies verhindert, dass die Plazenta in einen Fäulnisprozess übergeht
  • Jetzt kann die Plazenta in Tücher und eine evtl. genähte Plazentatasche gelegt werden, die Tücher müssen Flüssigkeit aufsaugen können, z.B. Mullwindeln, etc. NIEMALS UNTER KEINEN UMSTÄNDEN die Plazenta in oder auf Plastikstoff oder Gefässe legen, sie muss atmen können, ansonsten beginnt ein Fäulnisprozess!
  • Täglich das Tuch direkt um die Plazenta wechseln und den Vorgang mit dem Salz und den Kräutern wiederholen (es empfiehlt sich, erst ein Tuch um die Plazenta zu wickeln und diese dann in eine Plazentatasche zu legen)
  • Eine Plazentatasche kann entweder gekauft oder selbst genäht werden. Sie soll umhängbar sein, damit man mobil ist, wenn man dies wünscht. Auch sollte man sie oben mit einer Kordel oder ähnlichem schliessen können. Die Masse sollten mind. 17 cm x 23 cm betragen. Zudem muss auch die Tasche Feuchtigkeit aufsaugen können und nicht aus Kunststoff bestehen!
  • Falls die Nabelschnur eine komische Form annimmt, kann diese mit einem lauwarmen Lappen weich gemacht werden und in eine andere Position gebracht werden, danach verhärtet sie sich wieder
  • Lege die Plazenta immer nahe zum Baby und hebe es vorsichtig hoch ohne an der  Schnur zu ziehen. Solange noch Blut zwischen der Plazenta und dem Baby zirkuliert, wird das Baby immer auf gleicher Höhe wie die Plazenta getragen, so kann sich der Körper des Neugeborenen langsam auf das volle funktionieren der Lungen umstellen und es kommen ihm alle Nährstoffe und Hormone, welche in der Plazenta verblieben sind, zu gute. Bereits nach einem Tag ist die Nabelschnur eingetrocknet …
  • Ziehe dem Baby wenn möglich lockere Kleidung an oder am besten wickle es in Tücher und schaue, falls es Windeln trägt, dass diese immer unter dem Bauchnabel bleiben
  • Sobald die Schnur spröde wird, wird sie bald abfallen. Ziehe aber nicht daran, lasse sie in ihrer eigenen Zeit abfallen

Diese Zeit ist eine heilige Zeit, geniesse sie und behandle sie wie einen kostbaren Schatz.

* Eine Plazentatasche ist einfach zu nähen. Einfach ein Tuch zu einer kleinen Tasche, am besten mit langen Henkeln zum Umhängen, zusammennähen. Somit kann die Plazenta mit dem Baby herumgetragen werden. Auch im Tragetuch ist das kein Problem so.

Nach dem natürlichen Abnabelungsprozess

Damit die Plazenta völlig austrocknen kann, kann sie je nach Jahreszeit entweder in die Sonne oder auf die Heizung gelegt werden.

Bhutan wird erstes Bio-Land der Welt | Sein Redaktion

Bhutan wird erstes Bio-Land der Welt

Bhutan ist das einzige Land auf der Welt, das seinen Wohlstand nicht am Bruttonationalprodukt misst, sondern an einem Glücksindex, der Aufschluss darüber geben soll, wie glücklich seine Bürger sind. Bald wird Bhutan noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal haben: Innerhalb der nächsten zehn Jahre will das Land per Gesetz komplett auf ökologische Landwirtschaft umstellen. Der Verkauf von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln wird nach dieser Frist verboten sein und ganz Bhutan wird mit erstklassigem Bio-Gemüse versorgt.

„Bhutan hat sich für eine grüne Wirtschaft entschieden“, sagt Landwirtschaftsminister Pema Gyamtsho. Der Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft steht für die Regierung Bhutans weder im Einklang mit dem Nationalglück, noch mit dem Buddhismus – beides verlange, in Einklang mit der Natur zu leben. Man ist überzeugt, dass natürliche Nahrung für alle nur ein Gewinn sein kann.

Die Umstellung sollte dem Land leicht fallen: Der Großteil der Bauern in Bhutan arbeitet ohnehin bereits ökologisch, weite Teile des Landes sind noch nie mit Chemikalien in Kontakt gekommen.

Das neue Gesetz reiht sich nahtlos ein in die bemerkenswerte Politik des kleinen Himalaya-Landes, das viele große und kleine Schritte unternimmt, die von gänzlich anderen Werten zeugen, als wir sie in den industriellen Nationen gewohnt sind. Glück als oberstes Staatsziel, komplette Umstellung auf Bio und ein autofreier Dienstag – das sind Schlagzeilen, bei denen man in Deutschland denken würde, das goldene Zeitalter wäre angebrochen.

Heilende Schwingung | Sein Redaktion

Heilende Schwingung

„Osflow“ heißt die Erfindung des Physiotherapeuten und Taiji- und Qigong-Lehrers Jürgen Lütke-Wenning. Osflow ist eine elektrisch betriebene Schwingungsplattform, die Menschen darin unterstützt, innerhalb weniger Minuten körperliche Spannungen loszulassen – ein optimales Training für den gesamten Körper, das auf allen Ebenen Heilungsprozesse anstößt.

 

 

 

Der Osflow ist eine zirka 80 mal 40 Zentimeter große Plattform, die kreisrund mit 8-12 Hz (Alphafrequenz) schwingt – die Grundschwingung unserer Muskulatur. Es entsteht ein linksdrehend zur Erde gerichteter Spiralwirbel, der ausgleichend zur eigenen Mitte des Benutzers wirkt. Besonders die im Stehen aus­geführten Schwingungs- und Haltungsübungen bewirken, dass die Anwender ihr Gleichgewichtsemp­finden, ihre Gang- und Standsicherheit und ihre körperliche Gewandtheit verbessern. Ebenso wurden therapeutisch nützliche Stimulationen für Gelenke, Wirbelsäule, Durchblutung, Nerven, Stoffwechsel, Schlafstörungen, Stress, Dysbalance im Körper, Verlust der inneren Mitte und der Selbstheilungskräfte beobachtet. Es entsteht eine Verbesserung der Wirbelsäulenausrichtung sowie der gesamten Körperhaltung und Beweglichkeit. Spannungsunterschiede in der Muskulatur werden ausgeglichen, der Stoffwechsel aktiviert und die Regeneration verbessert. „Das Gerät unterstützt den natürlichen Energiefluss des menschlichen Körpers, die ursprüngliche Bewegung und den Aufbau von Knochendruck – so wie es die traditionellen chinesischen Bewegungsmeditationen Taijiquan und Qigong lehren. Osflow kann bei Menschen jeden Alters dazu beitragen, den Körper zu zentrieren, Wohlspannung aufzubauen und die Knochen zu verdichten”, erklärt Jürgen Lütke-Wenning. Da das Gerät

keine Vibration produziert, sondern eine kreisrunde Schwingung, die den Körper zentriert, ist es nicht mit herkömmlichen Vibrationsgeräten zu vergleichen.

Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von der Prävention über die Therapie bis zum regelmäßigen Training. Anwender sprechen von einem erhebenden Gefühl, wenn sie den Osflow nur fünf Minuten genutzt haben. Viele, die zuvor jahrelang Probleme mit dem Bewegungsapparat und Schmerzen hatten, spürten schon bei ­einer Anwendung von zweimal täglich fünf Minuten Verbesserungen.

Das elektrisch betriebene Gerät eignet sich nicht nur für den privaten Gebrauch, sondern auch für Reha und Wellness. Es unterstützt zudem die Arbeit von Physiotherapeuten, Osteopathen und Anbietern jeder Art auf dem alternativen Gesundheitsmarkt.

 

 

Seminar „Eine neue Wohlfühltherapie“ mit Jürgen Lütke-Wenning, dem ­Erfinder des Osflow, und Dr. med. Hegall Vollert, Erfinder der BionTec-Technologie.

So, 28.9.2014, 18 Uhr in Berlin

 

Info und Anm. Vitalpur, Andreas Scheller,

Tel.: 030-54 85 47 73 oder mail@vitalpurberlin.de

vitalpurberlin.de

Artenporträt: Hemigrammus rodwayi und Synonyme

Hemigrammus rodwayi 1

 

In dem ambitionierten Aquaristik-Projekt My-fish.org konnten wir einen interessanten Artikel von Laura finden, der unsere bisherigen Bedenken zur Benennung der gold-metallischen Salmler Hemigrammus rodwayi, armstrongi… bestätigt und auf den Weg zur Klarheit bringt. >>My-fish.org
Demnach wäre die bei T. Amano häufig zu sehende und als Hemigrammus armstrongi benannte Art Hyphessobrycon saizi.

Diese Tiere wollen Schwimmraum (min.1,20m Beckenlänge)! Die hier zu sehenden Hemigrammus rodwayi leben als schöner, fließend beweglicher Schwarm von ca. 80 Tiere in gutem Zusammenhalt im 1000 l ‚Nano‘ Becken 🙂
Die Fotos zeigen die prächtigsten Tiere, die Goldfärbung kann mitunter ‚Löcher‘ aufweisen. Bei Aquariennachzuchten fehlt das Gold völlig, allerdings ist das Rot (bei Männchen) ausgeprägt und der Fisch wirkt sehr zart.

Hemigrammus rodwayi (Kirschenflecksalmler):

 

Hemigrammus rodwayi 2
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▶ Richard Kandlin (17) – Natürliches lernen an der Schetinin Schule (LAIS-Schule) – YouTube

Mary Bauermeister

Erlebt einen jungen vieldimensionalen Menschen in Weisheit und unermüdlichen SchaffensMut und -Kraft
Mary Bauermeister
Vielen Dank, Michael Vogt, Querdenken Tv

Wohnraumlüftung: ja oder nein?

Eine Studie des IBO sorgt für Aufklärung

Raumluft unter der Lupe: Eine Studie vergleicht kontrollierte Wohnraumlüftung mit Fensterlüftung
Credit: Tappler

14.08.2014 – Energieeffizientes Bauen gehört mittlerweile zum Standard, darum stellt sich auch hier die Frage nach einer gesunden und behaglichen Wohnsituation. Die Raumluft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Daher wurden im Rahmen einer Studie des Österreichischen Instituts für Baubiologie und Bauökologie (IBO) und der MedUni Wien 3000 Einzelmessungen in Wohnräumen sowie über 570 Befragungen von Bewohnern durchgeführt, um eine wissenschaftlich fundierte Aussage zur Wohngesundheit geben zu können. Das Ergebnis: Wohnen mit Wohnraumlüftungsanlagen sorgt sowohl für bessere Raumluftqualität als auch für höhere Wohnzufriedenheit. Entsprechen beispielsweise die CO2-Konzentrationen bei Wohnhäusern, die Lüftungsanlagen hatten, größtenteils den Anforderungen, konnten über 80% der über Fensterlüftung belüfteten Wohnräume nicht die Mindeststandards halten.

Direkter Vergleich: „mit“ gegen „ohne Lüftung“

Die weltweit umfangreichste Erhebung zu diesem Thema dauerte mehr als drei Jahre, bei der über 120 neue, energieeffiziente Wohngebäude auf chemisch-physikalische Parameter untersucht sowie über 285 Erwachsene und Kinder befragt wurden. Neben der Erhebung der subjektiven Einschätzung der Luft, des Gesundheitszustands sowie des Wohlbefindens der Bewohner wurden im Bereich der wichtigsten Raumluftparameter (CO2, VOC, Formaldehyd, Luftfeuchte, Raumtemperatur etc.) über 3000 einzelne Messungen durchgeführt. Durch Einteilen in zwei Untersuchungsgruppen – eine Testgruppe mit Wohnraumlüftungsanlagen und eine Kontrollgruppe mit Fensterlüftung – sollte ein direkter Vergleich ermöglicht werden. Das erste Mal wurde drei Monate nach Einzug der Bewohner gemessen und befragt, eine Wiederholung fand 15 Monate nach Einzug statt.

Höhere Raumluftqualität durch Lüftungsanlagen

„Die Ergebnisse aus der Raumluftuntersuchung waren eindeutig: Wohnobjekte mit Wohnraumlüftungsanlagen erzielten bei sämtlichen Parametern für gesunde Raumluft im Mittel bessere Werte als rein über die Fenster belüftete Objekte und wiesen somit eine deutlich höhere Raumluftqualität auf“, so Peter Tappler, Studienleiter des Österreichischen Instituts für Baubiologie und Bauökologie (IBO). Mit 1340 ppm lag der durchschnittliche CO2-Wert in Wohnobjekten mit Wohnraumlüftungsanlage innerhalb des Mindesthygienestandards von 1400 ppm. Bei reiner Fensterlüftung war die mittlere CO2-Konzentration mit 1920 ppm auffällig erhöht. Bei Schadstoffen aus der Gruppe der VOC (flüchtige organische Verbindungen) verhielt es sich ähnlich: So wies weniger als ein Prozent der Wohnobjekte mit Wohnraumlüftungsanlagen, aber jedes zehnte, herkömmlich über Fensterlüftung belüftete Objekt zum zweiten Messzeitpunkt erhöhte Konzentrationen auf.

Problem: Luftfeuchte und trockene Augen

Lediglich im Bereich der Luftfeuchte im Winter zeigte sich bei Lüftungsanlagen Optimierungsbedarf – dies ist auf den deutlich höheren Luftwechsel zurückzuführen. Die Ergebnisse aus den Messungen deckten sich mit jenen der Befragungen: Trockene Augen wurden häufiger als Kritikpunkt in Wohnobjekten mit Wohnraumlüftungsanlagen angegeben, was nicht verwundert, da die im Rahmen der Studie geprüften Anlagen noch nicht mit moderner Feuchterückgewinnung und Bedarfsregelung ausgestattet waren.

Was Mediziner darüber sagen

In den Wohnobjekten mit Wohnraumlüftungsanlagen waren 87 % der Teilnehmer sehr zufrieden mit der Wohnsituation. Sie nahmen die Luftqualität deutlich positiver wahr als die Bewohner von Objekten mit reiner Fensterlüftung. „Auch aus medizinischer Sicht werden Lüftungsanlagen befürwortet. Die Ergebnisse machen ersichtlich, dass Wohnraumlüftungsanlagen die Gesundheit und das Wohlbefinden – entgegen gängiger Meinungen – positiv beeinflussen. Raumluftqualität und klimatische Zufriedenheit werden messbar gesteigert“, sagt dazu Assoz.-Prof. Dr. Hans-Peter Hutter, medizinischer Leiter der Studie und Oberarzt am Institut für Umwelthygiene der MedUni Wien. Sein Resümee: „Energieeffiziente Wohngebäude mit Wohnraumlüftungsanlagen sind zukunftsweisend. Anlass für diese umfangreiche Erhebung war die Frage, ob Lüftungsanlagen die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Obwohl die Luftfeuchte in den Wohnräumen noch zu gering ist, kann darauf ab sofort mit einem ‚Nein‘ geantwortet werden.“

Quelle: Institut für Baubiologie und Bauökologie (IBO), Wien