Batterie liefert seit 175 Jahren ununterbrochen Strom

02.09.2015

Im Clarendon Laboratory der britischen »Oxford University« befindet sich die sogenannte »Oxford Electric Bell«, eine Klingel, die seit nunmehr 175 Jahren ununterbrochen läutet und unsere Forscher vor dem Rätsel stellt, warum sie es überhaupt noch tut.

Seit dem die Trockenzellen-Batterie im Jahre 1840 eingesetzt wurde, hat man sie nicht ausgewechselt und sie hält die Klingel ununterbrochen in Betrieb. Allerdings ist die in der Batterie befindliche Restspannung inzwischen so gering, dass unser Ohr das Läuten nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Der Klöppel schwingt zwar immer noch konstant zwischen den beiden Glocken hin und her aber gemäß dem ehemaligen Forscher vom Clarendon Laboratory, A. J. Croft, erzeugt die Batterie bei jedem Schlag nur noch ein Nanoampere.

Erfunden wurde die »Langzeitbatterie« vom italienischen Pries- ter Guiseppe Zamboni zu Beginn des 18. Jahrhunderts und Croft fand heraus, dass sie aus über 2.000 übereinander liegenden Scheiben aus Silber, Zink, Schwefel und anderen Materialien zusammengesetzt sind, die durch ihre spezielle Anordnung einen schwachen Stromfluss erzeugen. Aber woraus die Schei- ben tatsächlich bestehen, konnte er nicht verlässlich sagen. Sicher ist nur, dass die äußere Beschichtung aus Schwefel be- steht und die Zellen und Elektrolyte abdichtet.

Wie lange die Oxford Electric Bell noch klingeln wird, kann nie- mand sagen aber Croft vermutet, dass wahrscheinlich eher der Klöppel verschleißt, bevor die elektrochemische Batterie leer ist.

© Fernando Calvo

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