Matree-Poem 7

Sanft tanzt der Zauber den endlich letzten, wundervollen Tanz irren Selbstbetruges,
getragen von unzähligen Händen, Blicken, Stimmen, die, in Dunkelheit sich tauchend, angstvoll Licht spüren und doch nicht atmen, nicht tief und nicht Fülle verheißend,
schwer sich selbst schleppend zum nächsten hoffenden Gebet.
Geborgenheit jetzt wie einen saugenden Sumpf verachtend und doch noch nicht frei von sich.
Genervt kreist es, nach Ausgängen suchend und immer mehr findend,
alles von sich werfend, an nichts mehr hängend endlich, die Mauern entschwunden, nein: entmaterialisiert,
und jetzt tief, bis in der Organe entlegenste Winkel atmen könnend und beschleunigt Leben schöpfend einverleibt, was längst es schon verlangte.
Geweckt sein, wach und sehend, lachend, überströmt, für und für strebend zur nur noch hellweiß grellen Mitte, ganz sein, all-ein, verbunden, für Leben und Leben und Leben.

© Matree 2012