Matree Poem: Der Tänzer

Sanft tanzt der Zauber den endlich letzten,
wundervollen Tanz irren Selbstbetruges,
getragen von unzähligen Händen, Blicken, Stimmen, die,
in Dunkelheit sich tauchend,
angstvoll Licht spüren und doch nicht atmen,
nicht tief und nicht Fülle verheißend,
schwer sich selbst schleppend zum nächsten hoffenden Gebet.
Geborgenheit jetzt wie einen saugenden Sumpf verachtend
und doch noch nicht frei von sich.
Genervt kreist er,
nach Ausgängen suchend
und immer mehr findend,
alles von sich werfend,
an nichts mehr hängend
endlich,
die Mauern entschwunden, nein: entmaterialisiert,

und jetzt tief,
bis in der Organe entlegenste Winkel
atmen könnend und beschleunigt Leben schöpfend
einverleibt, was längst es schon verlangte.
Geweckt sein, wach und sehend, lachend, überströmt,
für und für strebend zur nur noch hellweiß grellen Mitte,
ganz sein, all-ein, verbunden,
für Leben und Leben und Leben.