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Matree Poem: Mein Duich

Mein Duich
Ganz Liebe sein mit Dir,
Für dich…
FürWahr… fürWir…
Nicht verheißungsvoll sagen ‚Ich Liebe Dich‘,
Mein IchDu…, Du Duich…,
Im Herzen tragen
und die Worte erFüllen bevor ich sie sage;
in Leben kleiden Tage um Tage…
Stehen dafür, auch aufstehen wieder und wieder,
Für und für!
Sei so Es. LebenLieben…

Matree Poém: KoRektur

Einlullend weihnachtliche Lichter blenden meinen sonst so klaren Blick, wie auch der schwadige, Bewusstlosigkeit erzeugende Rauch von Millionen und Abermillionen erzgebirgischer Räucherkerzchen den beißenden, nach ständigem Zähnereinigen schreienden Pfefferkuchen- und Zuckergeschmack auf der schon tauben Zunge nicht mehr als warnenden Vorboten der nahen drastischen Gewichtszunahme erkennen lässt…

Geradezu lästig gewordene, erstickende Hitzewellen des als anheimelnd töricht angepriesenen Kachelofens zwingen mich zu fast fluchtartigem Ausbruch aus der finsteren Wohnhöhle unseres Gastgebers, glücklich mich aufatmend wiederfindend in der klaren, nächtlich kalten und dünnen Eisluft der immer schmaler werdenden atembaren atmosphärischen Schicht unseres vielleicht einzig bewohnbaren Planeten, …sehe am Firmament ein eigenartiges Leuchten, was, stärker werdend, bezaubernd gefangen nimmt und mich in magischer Weise Schritt um Schritt zu sich zieht, unfähig mich sein lässt, auch nur den geringsten Widerstand willentlich aufzubringen…
M2007

Matree Poem: Der Tänzer

Sanft tanzt der Zauber den endlich letzten,
wundervollen Tanz irren Selbstbetruges,
getragen von unzähligen Händen, Blicken, Stimmen, die,
in Dunkelheit sich tauchend,
angstvoll Licht spüren und doch nicht atmen,
nicht tief und nicht Fülle verheißend,
schwer sich selbst schleppend zum nächsten hoffenden Gebet.
Geborgenheit jetzt wie einen saugenden Sumpf verachtend
und doch noch nicht frei von sich.
Genervt kreist er,
nach Ausgängen suchend
und immer mehr findend,
alles von sich werfend,
an nichts mehr hängend
endlich,
die Mauern entschwunden, nein: entmaterialisiert,

und jetzt tief,
bis in der Organe entlegenste Winkel
atmen könnend und beschleunigt Leben schöpfend
einverleibt, was längst es schon verlangte.
Geweckt sein, wach und sehend, lachend, überströmt,
für und für strebend zur nur noch hellweiß grellen Mitte,
ganz sein, all-ein, verbunden,
für Leben und Leben und Leben.

Matree Poem 2004

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Matree Poém: StillStil

Nichts gewollt und nicht erstrebt-
Nichts gestoppt, für nichts belebt
Jetzt gelassen für… Wofür?
Und auf Alles das Gespür.

Stimme klang, das Wort gesagt-
Tat getan und Zeit vertagt-
Nicht gegessen, nicht verdaut-
Und vergessen, was erbaut.

Nicht getanzt und nicht gelacht-
Nicht geäußert, nicht gedacht-
Wasser hart und Stein bleibt weich-
Vieles eins, Verschied‘nes gleich…

Nicht getrauert, nicht geweint-
Nicht getrennt und nicht vereint-
Lautes still und dunkles hell-
Was ist langsam? Welches schnell?

Stirbt all-ein, und lebet fort…
Wozu sprechen noch das Wort?
Kein Davor und kein Danach,
Liegt ganz still und ist hellwach.

Matree Poém 2017