Vitamin D und Sport: die perfekte Kombination, um Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes rückgängig zu machen

Jonathan Benson

Nichts ist besser als Sport, wenn wir uns eine gesunde Körperkomposition erhalten wollen. Doch das ist noch längst nicht alles: Eine neue Studie aus Südkorea hat jetzt ergeben, dass körperliche Aktivität zusammen mit einer Vitamin-D-Ergänzung Wunder wirken kann, wenn es darum geht, überschüssiges Bauchfett abzubauen, die Blutfettwerte zu normalisieren und eine Insulinresistenz, insbesondere bei Typ-2-Diabetes, zu verringern.

 

Forscher der Kyung-Hee-Universität in Gyeonggi-do teilten 52 ältere Frauen mit Typ-2-Diabetes willkürlich in vier Gruppen ein. Eine Gruppe erhielt täglich 1200 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D, die zweite absolvierte ein Zirkeltraining, eine dritte nahm ein Vitamin-D-Ergänzungsmittel ein und absolvierte zusätzlich das Zirkeltraining. Die vierte Gruppe lebte weiter wie gewohnt, sie diente als Kontrollgruppe.

 

Das Zirkeltraining war so angelegt, dass sowohl Muskelkraft als auch Ausdauer der Teilnehmerinnen gestärkt wurde. Es umfasste mehrere aufeinanderfolgende Sätze von Übungen, die während der dreimonatigen Studie regelmäßig durchgeführt wurden.

 

Vor Beginn und am Ende der Studie ermittelten die Forscher mehrere Marker, darunter Bauchfett, Blutfette, Vitamin-D-Status sowie den Nüchtern-Insulin- und Nüchtern-Blutzucker-Wert, die häufig Marker für eine Insulinresistenz sind. Die ermittelten Werte aller vier Gruppen wurden verglichen, um Ähnlichkeiten und Unterschiede auszumachen.

 

Mithilfe des so genannten HOMA-IR-Index (homeostatic model assessment), der sowohl Auskunft über eine Insulinresistenz als auch über die Funktion der Betazellen gibt, beobachtete das Team, dass die Teilnehmerinnen, die an dem Zirkeltraining teilnahmen, deutlich an Gewicht verloren; auch der Körperfettanteil, das Gesamtcholesterin und der Body-Mass-Index sanken.

 

Bei den Teilnehmerinnen, die sowohl das Vitamin-D-Ergänzungsmittel eingenommen als auch das Zirkeltraining absolviert hatten, waren die Werte sogar noch besser, einschließlich der Werte für Nüchtern-Insulin und Nüchtern-Blutzucker.

 

»Daraus schlossen wir, dass sich die zwölf Wochen von Vitamin-D-Ergänzung und Zirkeltraining bei älteren Frauen mit Typ-2-Diabetes und einem Vitamin-D-Defizit positiv auf Bauchfett und Blutfettwerte auswirkten«, schrieben die Wissenschaftler. »Die Vitamin-D-Ergänzung war besonders effektiv, wenn sie mit sportlichem Training verbunden wurde.«

 

Da sich Typ-2-Diabetes schrittweise durch lange gehegte Gewohnheiten von schlechter Ernährung und ungesundem Lebensstil entwickelt, kann er durch entsprechende Veränderungen auch schrittweise rückgängig gemacht werden.

 

Laut Untersuchungsergebnissen, die das Vitamin D Council zusammengestellt hat, ist die Einnahme eines Vitamin-D-Ergänzungsmittels eine solche Veränderung, die dazu beitragen kann, dass Ihr Körper den Blutzucker besser verarbeitet.

 

Einige wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass junge Menschen, die optimale Vitamin-D-Werte aufrechterhalten, entweder durch regelmäßigen Aufenthalt in der Sonne oder durch eine Ergänzung mit Vitamin D3 ihr Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken, deutlich senken können.

 

Vitamin D unterstützt außerdem die Kalzium-Absorption im Körper und senkt damit das Risiko einer koronaren Herzkrankheit.

 

Man nimmt an, dass Vitamin D hilft, die Funktion der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse sowie die Wirkung von Insulin und entzündlichen Prozessen zu regulieren.

 

Die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse verfügen über spezielle Rezeptoren, die laut wissenschaftlicher Erkenntnis nur bei Vorliegen von ausreichend Vitamin D reagieren oder »anschalten«. Das ist besonders wichtig für Menschen mit Typ-2-Diabetes, deren Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin bildet.

 

Auch die Insulinproduktion hängt mit Vitamin D zusammen; ein Defizit kann zu verminderter Insulinempfindlichkeit führen. Durch den Erhalt optimaler Vitamin-D-Werte von 40 bis 50 Nanogramm pro Milliliter helfen wir dem Körper, die Funktion der Betazellen zu regulieren und die Insulinempfindlichkeit zu erhöhen; das Risiko eines metabolischen Syndroms wird reduziert.

 

»Für Menschen, bei denen bereits ein Typ-2-Diabetes vorliegt, gibt es Hinweise, dass Vitamin D bei einer Insulinresistenz helfen kann, die Empfindlichkeit für Insulin zu erhöhen und den Blutzuckerwert besser unter Kontrolle zu halten«, heißt es beim Vitamin D Council.

 

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

 

vitamindcouncil.org
vitamindcouncil.org
nih.gov
vitamindcouncil.org
naturalnews.com

 

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